Kein Verlass

Wieder einmal steht eine Operation an. Der zweite Teil der GaOP, von mir und meiner Frau. Jawohl, von uns beiden. Am selben Tag. In derselben Klinik. Im letzten Sommer als ich die erste OP hatte, war wie jetzt auch, eine Voruntersuchung notwendig. Also Blut, Urin, MRSA und HIV. Drei Wochen vor der OP sollte all dies untersucht werden. Die Ergebnisse sollten die Klinik bis eine Woche vor der Operation erreichen. Das hatten sie damals auch. Zumindest zum Teil. Die Urin-Untersuchung fehlte. Toll. Laut Hausarzt hatte das Labor die Probe verschlampt. Super. Also noch eine neue Probe, auf Eilantrag. Dann lief alles glatt. Meine Frau hatte die erste OP einige Wochen später, sie war damals bei einem anderen Hausarzt … Auch dort wurden nicht alle Ergebnisse, wie vereinbart, zur Klinik geschickt. Wie schwer kann das sein?

Nun sind wir beide bei eben diesen Hausarzt und benötigten dieselbe Voruntersuchung. Nun sind wir aber kurzfristig direkt nach der Blut- und Urinabnahme 300 km entfernt umgezogen. Es war vereinbart, das die Praxis uns die Ergebnisse per Post zuschickt. Der Umschlag kam auch bei uns an. Doch was fehlte? Die Resultate unserer Urinuntersuchung. Das darf nicht wahr sein, dachte ich mir. Herumtelefoniert … Laut Praxis haben die nie eine Urinprobe von uns erhalten. Was haben wir denn dann abgegeben? Apfelsaft? Witzlos. Also noch einmal abgeben. Bei dem Arzt kommt es für uns nicht infrage. Zum einen wegen der Entfernung, und zum anderen wegen der Unzuverlässigkeit. Hier, an unserem neuen Wohnort, wollten wir uns eh einen neuen Hausarzt suchen, nun aber im Eilverfahren. Gesucht, telefoniert und gefunden. Eine Woche vor unserer OP geben wir nun noch eine Urinprobe ab. Ob die Resultate rechtzeitig da sind, ist fraglich. Theoretisch schon, doch es liegt ein Wochenende in diesen sieben Tagen, und sollten tatsächlich noch irgendwelche Keime mit Antibiotika bekämpft werden müssen, sieht es düster aus. Wir können nur hoffen.

Aber das zeigt wieder, das wenn man sich auf andere verlässt, man verlassen ist. Nicht einmal Ärzten kann man vertrauen. Traurig. Und es ist ja nicht so, das solche Voruntersuchungen einmal im Jahr vorkommen. Das haben die ständig auf der Tagesordnung. Nun dürfen wir der Klinik erklären, warum die noch nicht alle Werte von uns haben und von Pontius bis Pilatus hinter Pipizahlen herlaufen. Aber eines weiß ich … wenn wegen dieser Sache die OP verschoben werden muss, dann schieben wir bei diesem inkompetenten Haufen unseres ehemaligen Arztes mächtig Terror.

Für die Zukunft: Mach am besten alles selbst.

 

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